3oncl«l»«bc»i.»,»m«!,t IVlcmatlici. 1 l- «»»»"«««'lu'»« .» /».c.m!!,!»»»'«'''"'-^"'^»"- ! »,""' l-xpocü!««!!! !!,„»-»!»«««,>»>««« l f?«-!2!.!-. t>2t». 2«9. /,I»mi>!«.!!-»>>l>N. ^xp»6!l!0l, lln6 .> ülMM Nb«n«l Nu3g»b« N»«»u«««lb»n: 5».l pl»«: «»»»ü!«', n»! ^l>!«>!»»« . ...... . . x»^« l^! 2,n»l1^»!»»<»m»>», ....»»! uiu! 4 A vulol» «.!« Post: 2»! «Mi»!!«», 2>»»!««>lnz . . . K »,»c» e!l>»»i»!»»»lMM», ....!»!> »!>»< l K l)ll»«:l« UNll V«,ll2z: X. u. !«. !»l<,fbu«:l,«tl»l«:!! Nr. 158. Prag, Donnerstag, 5. Juni 1913. 86. Jahrgang. Jas Neueste. -lum Generalstabschef des 8. Korps ist Obtlft " -. .dwia Sünbeimann ernannt. ^m Abgeordnetenhaus beantwortete heutc der Lan» dcsiierteidiqungoministel v. Georgi dic Redl.In- .er>'cll»tio!ie!i. Tcr Kaiser hat die Demission dcs Miiiistcrpräsi- d'iilen Lnlacs angenommen. ^^ .„r.itcuegrinischen Truppen wcrden in die Heimat ciltlasse»». ?,c.-n Wciübcraer Wajscrtulm wurde geftein ein Mädchen sesigenommen, dos Herrcntlcidel tlug. Dic Vülsen vertehrten in schwacher Haltung. Zer neue GenerMabschef dez 8. Korps. Oberst L. Siindermann. Vie un». authentisch mitgeteilt wird, ist das durch dcn S'lbstmord des Obersten Alfrcd Redi erledigte Am. cincs Gcucralftllbschcfs dcs 8. Korps in Prag bereits zur Besetzung gelangt u. zw. !.',,7i... Oberst des Gencralstabes Ludw. Sünder» nian ii diese Stelle erholten. Tic Erncuiiung dcs obersten Siindcrmann zum Gcncrlilstabschef des 8. iiorpe, ist schon vollzogen und wird in dcn nächste« Tagen zur Verlautbarung gelangen. Obcrst Sünderman« ist aus der Artillerie» tn'pne.levoorgegangen; cr wurdc am 18. Aug. 1888 ol'7' Nadcltoffizicrstcllvertrctcr zur 26. Scbwcrc« VlUtcrie-Tüvis.o« «ach Gör.« a.'Igcniusteri, steht also im 25. Dicnstjahrc. Er soll als Gencralstabsmajor >:.> Londesbeschreibungsbureaii h?rv«,rragend lälig gc» «."ie,. und wirkt gegenwärtig als Lehrer am Infor» ...aiionskülsc in Wic«. Ini Jahre 1908 wurde er als Gci..-rl,Ist7!b7«iasor durch dle Verleihung dcs Mi» lit.irvcrdicnstfre.izcs ausgezeichnct. Oberst Siindcr» man« isl mi! ciner Tochter des Gcncrals der Infan» »erie Artur P in o v. F r i cdental vermählt. Zie ungarische Ministerlnse. ^.»t,«», hat deln" Kaiser die Demission des Kabiivlls überleicht. Wi»n. 5. Juni. Ministerpräsident b. Lulacs empt.ng ».-,!.» I,.»,. 9 ,,hr vormittag de« Besuch des «onvcdministers FML. Bcrro« Hazai und dcn Mmislcr sür Kroatien IossipoUich, »dic dos De. mlnionsgasuch der «irgarisch.'., Regierung uitterfer» U.NM. Um 11 Uhr ullnniltAgZ erschien Minister. Pw'idcm v. Lutiics vor den. .Kaiser in Schönbrun« ." fznoatemdienz, .« welcher er »das Demis» !' ° ngcsuch dcr Gesanitregierung !Mlcrbre.tc!e. Honvclmiini'stcr Hazai wird, da dic ,meNichkei,tc« zu Ehren des Pri«zrea,cuten von - ayern deen>7. sind, heule uachiniliuq nach Bu»i»pest zunickreisen. . / ., ^ Tic Demission angenommen. Wien, 5. Juni. lPriv.) Der Kaiscr hat dic -cm!,!,,»« dcs Kabinettes Lukacs angenom» ^cn und Dr. v. Lukacs mit der provisorischen ^»'" .^N'hruns, hcr Amtsgeschäftc bclrout. .'<-"nch der weiteren Verfüqnngen hat sich der ,t,.',»r d,e Entscheidimg vort»chci!>»»!>.' """' ""^ l>" Monarch „ur dic Präsi» n,,l^ ," ""t'"' Häuser dcs Reichstages empfangen, -ehrt morgen «ach Budapest'zurück. Georgi über den Fall Redl. Fntervellationsbeantttortung im Abgeordnetenhaus. Redl hat »uch sür Frankreich und Italien gearbeitet. Wic«, 5. Juni sPrival). Dcr Landcevc'llcidigungsminister hat znBegin« der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses die mit Spannung erwartete« Erklärungen über den Fall Redl abgegeben. Die ^ffen.^it, mit welche. Freiherr von Georgi sprach, hat dc. allen Plirleien mit Aus» «ahme der Suzialdemokrate« sichtlichc« Eindrncl ge» macht..Frh. v. Georgi ist cinc überall beliebtc Eol> datennatur! cr zeigte lvährend seiner Rede alle Zeiche« der Ll.egi.ng übcr den Verrat Redls. Man horte aus seiner Stimme die liefe Erregung heraus, in welcher er sich befand. Die umfangreiche T<.rs.el» lung, welche der Minister auf Grimd der bisher vor» !.ee».N!>en Ergebnisse der Ul.icrsuchm.g gab, deckt sich im großen und ganze« mit den Mitteilungen der Blältcr und den offizielle« Dementis. Sensationell ist mn.' jene Stelle, in welcher der .Mnister crkläl-ie, daß Redl tatsächlich Mo» bilisicrungs.Instruftionen an Agcntcn fr cm«der Staaten verkauft hat. Dar.ms ist also zu enlnehmen, d»rtz Re)I irW Mr, »nie bisher angenommen »ourdc, für Ruhland, son» dcril auch für an dcr c Mächte gearbeitet hat. Vermutlich hemdelt cs sich dabei um Frankreich imd Italien. Wichtig ist ferner dic Mitteilung, daß Rodl crst seit März 1912 Spioimac bciricbcn habe. Vie ßrlliirnng des Ministers. Landesverleidiguligsmlnistcr G. d. I. Freiherr von Georgi. I« Beantwortung aller scit dem 29. Mai d. I. eingebrachten Interpellationen und Anfragen an den Präsidenten des Adgeordnetenhau» ses i« der Spionageaiigelegenheit Redl beehre ich mich auf Gründ der Miltcünilgen des Kriegsmini' sters und bezüglich der »ingeblilchen Mitwirkung des Gciicraladvokaten Dr. Pollak an dein militärgc» richtliche« Verfuhren im Einvernehmen mit dem Iustizminisier folgendes zu erwidern: Es ist dcr p c i n l i ch st c M o m c n t m c i « c r langen Dienstzeit, daß mir mcin Amt die traurige Pslichl auferlegt, einen Fall zu besprechen, über den ich, mit Scham erfüllt, am liebsten einen dichte« undurchsichtigen Schleier breiten «lochte. Trotzdem können Sie sich meiner rückhaltslose« Of» fcnhcit versichert halten. sBeifall.s Die großc Auf» regung, die sich der Oeffentlichkeit mit Bezug auf de« verabfcheuungswürdiaen Landesverrat dcs ^7bcr» sten Redl bemächtigt hat, ist sehr begreiflich und umfo bcgrciflichcr, je näher dem Einzelnen das Ansehen und die Ehre der Armee steht und das Wohl des Vaterlandes am Herzen liegt, und je folgcnfchlncrer und gefährlicher die Nachrichten über die Spionage» affärc, von der hier die Sprache ist, in der breite« Oeffentlichkeit beurteilt wird. Der Wunsch der Volksvertretung, klarzu fchen, ist daher nicht nur berechtigt, fondern auch sehr natürlich. Es fehlen mir die Worte, dic Schändlichkeit der Tat genügend zu brandmarken. Denn wenn schon dcr Spion a« und für sich verächtlich ist, so ist der Ver», rätcr cm seinem Kriegsherr«, dem er den Treueid ge< schworen hat, an dem eigenen Vatcrlandc und an sei»« nen Kameraden der Ausbund aller Schlech». tigkeit. sLebhaste Zustimmung. Ter Verbrecher. hat sich selbst gerichtet, sein Tod aber ist für die, Uiigeheuerlichkeit seiner 2chu!o keine Sühne. sLev», hafte Zustimmung.» Lasse« Zie mich über die zahl» reichen Telails, Nachrichten, Vermutungen und» Schlüsse, wclchc dic Presse gebracht und ausführlich^' besprochen hat, rasch lii.iwcggchcii und gleich je«/ kolikreicn Tale« anführen, wie sic nach den bis»-, her gcvilogencn Erhebungen festgestellt lvurden und die mir vom Kricgsministcrium auf mci«c Anfrage, «och vor Abschluß dcr cingchcnde« militärgeiichtli« chen Untersuchung zukäme« mit der Zustimmung^ dieselbe« zur Bccmlwortung der cm mich gerichtetem Iiitcl'pellatioiic» und Anfragen zu verwerten. Indem ich cine Darstellung des Falles gebe, wie er sich nach dcn bisher gepflogenen Erhebungen feststellen.lirß,, mutz ich jetzt schon hervorheben, das; von dcm Augenblicke an, als die Schuld des Ober,' sten Rcdl vorlag, seitens der niit diesem Dienst be» trlMten mililärischcn Organe fieberhaft gearbeitet., wurde, um de« Fall i« feiner ganzen Tragweite «ach alle« Richtungen klarzustellen. Für diese Klari« stellung warcn Erhebungen i« vielfacher Richtung, in Wie« und Prag notwendig, die einige Tage! erforderten. Ich betone dicse Datei, ganz besonders,, wcil hicdlirch dcr oft gehörte Vorwurf, die Militär» bchördc« hätten die Ängclgenhcit vertuschen wollen, widerlegt erscheint. Turch eine vertrauliche Mittei^ lung würd»., das mit dcr Führung dcr Spionage»^ anqelegcnheite« bclrautc Bureau des Generalstabs' am gewisfc Vorgänge aufmerksam gemacht, wclcsie aus Spionage schließen ließen. Diese militärische Stelle veranlatztc nun durch längere Zeit alles, um dic Zchuldtragendc« z«'cruicrcn, erhielt aber erst a m 24. M a i, u n g c f ä h r u m 6 U h r n a ch m i t» tags dic überraschende Mitteilung und dcn Bcwei s, daß Oberst Redl dcr gesuchte» Uebcllätcr sei. Derselbe blieb von diescm Momente, cm untcr schärfster Beobachtung, um ihir^ überweisen zu können. Er war im Laufe des Nach« mittags desselben Tages per Auto aus Prag in. Wie« aiigekomnien, i« eincm Hotel der innerc»r> Stadt abgestiegen und hatte dc« Abend in einem! Restaurant mit dcn, Gclleraladvokaten Dr. Pollak, welche« cr von früher her kannte, imd welchen cr. von seiner Ankunft cwisicrte, zngebrachl. Dort «lackte' Oberst Redl deni geuannlen Genera.advukatc« die für diesen ganz überraschende Mitteil.mg, daß cp.» sich gegen Moral und Standesehrc vergallgen habe und überwacht »vcrde. Die Bitte um Ucber die Nalur scine doch lcinc dicsc irgendwie künftc. Er beschräilktc sich ncralodvokl.tci, zu bitten, Selbstmordes einc« Rc fen. Dicses Verlangen selbstverständlich abgelchn!, dcn Revolver. r Vergchulige« gab er je«, «aber andeutenden Aus» viclnichr darauf, den Ge» lbm zur Begehung eines voIocr zu v ersch a »> hat der Generaladvokat »vorauf Oberst Rcdl nun» 5Vic>O K«utt M2N nus b«l kpl,?mm lHb!, PlÄV