vocreuü» Xr. 146. 8uit« 2. V0. Irlni 1213. resvc rbande cu l Ia ffen sei. Als Redl «io ftern zu Grcrbe gelragen wurde, war er »ichl mehr Ossizier und deshalb erfolgte sein Be» yriidnis belailnüich »ich« "uf militärifche Weisc. Die Uebersllhruug des Schuldige». Wie». 29. Mai «Privat). Das heilt« erschienene lll'cnvdlall der „Zeit" veröffen! licht fol'gende Dc» «li!-j über die Affäre Redl: Di« Spiona»»^ bes Oder» ftr» N<->. >a,.crl bereits 14 Jahre h>l»l.»f. Er hat seinerzeit, um sich aus fchlvere« «fi-:»-..»,.cl.cn Kalamität»-,» zu retten, mit Rußland W-zicd.!:igcn an-letnüpft, und lvar nicht mcchr in der Lage. uch lpöie» cms dieser fürchterlichen Situation zi:" bc'fre.en. Mit Droh»»nrgen und Erpressungen würde er immer wieder gezwungen, seinen Auftrag» go7x".'il weiter zu dien««. E-5 ncl ichon seit läugerer Iit auf, daß verschie» »den- mililärische Maßnahme«, die erst geplant »varen, und in der Oeffentlichkeit noch in keiner Weise in Erscheinimg traten, vu« un» lsercn, nord »oft lichen Nachbar prompt dnrrt» zweckentsprechend« Gegenmah» reget «paralysiert wurde»». Anch sonst kam «lan darauf, daß andere militärische «Aehei»misse, bie nur wenigen Pers«»«n belmmt sein sollten, trotzdem Kl Ausla.ide irgendwie in Ers«chru:lg gebracht sein ».atzten. Dcr Kreis ber Persi«l»en, die solche Maß» «abmen fnihzciitg wissen konnten, ist natlirgeniätz ei.» «igbegrenzlcr und unter diesen Personen beßmd sich anch Oberst Redl. Die Ueberwachung v«rschi«> lde.»rr Offiziere halt« nun das Ergebnis, daß Redl wiril.ck, mit der frnnden Macht in Nerbmdung f»»rrfte er n»ur in einem Taxameter» wcigen fahren, dem ein anderes Automobil folgte. Ilnterde-f-en wurdc das PrivcitautlMwbil des Ober» sten unr?»HMht. Mim fand jedoch nur ein« Nrow> lll-ingpiftole unb P api«rschnitz«l. Wäh» rend der Fahrt des Obersten nach Wien »wurde in l^ier Wohnung in Prag — Oberst RM hatte hier ein« Dienstwohnung im Ko»pskomnlnnd»oge> böuoe iim« — ein« Haussuchung vorge> nomm«n, »oelche den bestehenden Ver» dacht vo 1 l beslötig <«. Olx-rst Redl lchrl« nach einiger Zeit auf fein Zimmer im Hole! zurück. Di« vier Offizier« beglibeii fich «it ihm in das Zimmer und blieben dort dis 1 Uhr llachts. Zwei der Offi» per« verliehen dann das Hotel, zwei blieben zurück. Di« Browninupiswle wur im Automobil des Obersten zurückgeblieben. Man sand sedoch nach dcm Tode Redls iu befsei» Zimmer «ine ander« Nrown ingp istole »md ein« aufgeschla» genc Instruktion für den Gebrauch d,i« scr Waffe vur. Wi« dies «zweite Pi> stole in, das Zimmcr bes Oberste»» gc» kommen s«i« lann, ist leicht zu «ircr» teu. Auch die Instruktion dürste Oberst Redl nicht mit sich geführt haben. Dcr Tert ber au»fg«lchl»agc!»en Seite bürste eine stumme, aber «indringkche Sprache geführt haben. Um 4 UhrmorgcnswecktcnbieOffi» ziere den Kammerdiener und beauftragten »hn nachzusehen, wie «2 seinem Herrn gehe. Zu Tode evfchructen, stürzt« der Kammer» dien«! aus dem Zimmer des Obersten uird teilte mit, bah der Oberst sich «ine Kugel in den Kops geschos» sen habe und tot im Lehnstuhle sitze. Die Ausgaben bes Obersten Redl betrugen nach einer annähelTMirMveisn» Schätzung im Jahre weit über IW.oaa Kronen. D^' bedeutende,! Be» trüge dürften zum größten Teile der Lohn feiner verräterischen Tätigkeit gewesen sein. Mcm ist über den Fall umso mehr tonitevlriert, als dieser Offizier der Leiter der Kontrespionage »var. Majorauditor Wenzel Vorlicet »vurdc in diefer Angelegenheit nach Prag entsendet. Die letzten Stund«». Wien, 29. Mai. Zu dem Selbstmorde des Ober, sten Redl werde« nachtrciglich noch folgende Einzel» htiten bekannt: Von den vier Offizieren, welche den Olberst Redl bei dessen Ankunft im Hotel Klom» ser erwarteten, hatten zlvei bereits ein ebenerdiges Zimmer genommen, in welchem sie auch wä-hrend der Nacht, in der der Selbstmord erfolgt«, verblieben. Nach der ersten Unterredung mit den Offizieren wurde Redl gestattet, sich in das nahe gelegene Eafe Zentral zu iliegeiben und eine kurze Spazierfahrt von etwa zehn Minuten zu machen. In einem zweiten Automobil folgten zwei Offiziere, von denen «iner dcm Auditürstande angehört«. Im Eose Zentral hatte Redl rasch Papier und Tinte verlangt »md einige Briefe geschrieben. Dann kam er, gefolgt von den Offizier«, in das Hotel zurück und begab sich in sein Zinnner. Sem Offizicrsbursch wurde unter tcn Fremden. Dic Witwe Mac Sallys war ohn» mächng beim Anblick der beiden Leichen zusammen« geiunlen. Sie schien tagelang die klare Ncyinmmg verloren zu haben und war überhaupt nicht im» siclnde, eine Aussage zu machen. Mcm fand das cm» ccfichts des Unglückes, da« über si« herei»»gebrocheN »var. gc»H begreiflich. „Allerdings gab es «inen Maun, einen «gewissen Wcrmer, einen New.HorHer Detektive, der an einen Zllsalmnnchclng glichen dem grauenhaften Morde und dem Weibe bes Ermordeten zu denken schien. Nnmer »var ein Detektive mit der Devise: .Eher» chez Ia femrne!" „Er setzt« es tmrch, daß er, nachdem sich die Witwe Mac «Sallys eimgerinaßen erholt hatte, «s »var dieß etwa «in« Woche nach dem furchtbaren Er» «lgnis, die Dame in llllverfänglicher Weise einver» ».«huien tonnte. Er sund eine Plutz1>ich ergraute, völlig gebrochene Iiuu, die den Fremden ebenso» wen.», erkannt haben wollte, als alle anderen, die den Leichnam besichtigt halten, u»ld d.e Während seiner Fragen in slmnpfsniniges Schweigen verfiel l-o« nur »rastlos vor fich hiiiwcinelid den Kopf -chük«lle. Da »var auch für den gewandten miß» iraulichen Mcmn nichts zu mach«n, und er gab s'ch grollend zufrieden und reffte c»b. „Mit dem Tode Mac Sallys »var es cmch mit dem „N«en Licht" und dessen Erploitotion »»rüber. Die Kr>-i»«ll» schönen Frau war ein« traurig« Veränderung vor fich geeMlgen. Sie hatte den Notar rufen lassen, um ihr THtament zu machen. Roch in der darauf» fügenden Nacht starb sie. „Der Notar und Bürgermeister Uon Nüv» Hcwen aber »nar am Abend nach der Testaments» abfassunss selbst bläh wic «in Sterbender nach Hause zurültgelchrt. „In einer Sitzung der städtischen und ftaatl.» chen Behörden »vurde das Testament eröffnet. Es brachte eine «nntsetzliche Enthüllung des Gcheim» nisfes, das Mac Sallys Tod umschwebte. Ich will Ihnen in Kürze erzählen, was aus dem letzten Wil» len des Verstorbenen hervorging." ,.Bor Il» Vers war ei» genialer Mensch unb von Jugend auf mit Grfi»dun»ge« beschäftigt. Ei«s Tages stürmte er ln das Zimmer de3 Freundes. Er hatte die En!» decklmg genmcht, «uf welche Weis« «an die ain«>> sphärische Elektrizität, bie Elektrizität der Luft, de» »Kcke«, der Wolke» als LlMchttruit vnwende« könne. O'Brien, intelligent genug, um dcm Gcdailkenflu.!. des Freundes solgcn zu können, übersah mit «inen.» u»ale die Bedeutung der Sache. Und als der Freund seine Auseinandersetzungen mit den mclancholischcn Worten schloh: «Woher nimmt man aber das Gell, M ber kostspieligen Versuchsanlage?", da «mtworle!« OViien: „Du muht cs dir beschasfen!", und sein« inliegenden Augen blitzten dämonisch. v'Brn'ii und Silvers waren arm lv« Kirchenmäuse, auf ihr klägliche« Gehalt «maew.esen. Beide verwaist und ohne Bekannte oder Freund«, die ihnen beispringen mochten. Beide trugen bis dahin die Armut ziemlich leicht. Nur Silvers fühlt« si« schmerzlicher, st'» er sich Mit Minni« Hariot verlobt hatte, einer cn» men, aber lieblich schönen Näherin, die gleich ihm als Waise allein cmf der Welt stand. O'Brien pfl»^ über die armen Liebesleute manchmal zu fpötteln, aber wer ihn beobachtet Hütte, wenn er mit Silvers und seiner schönen Minnie zusammenkam, der hat.: seine dunklen Augen »nit ganz eigentümlichen A»»" druck auf dem schönen Mädchen ruhen sehen. „Du muht «s dir beschaffen!" hatte ONric" gesagt. Und von diesem Tag« an sann er Plan»'! nach, wie sich der Freund das Geld beschaffen könnt».'. Dah dieser seinen Rat befolg««, feine Anschlag ausführen würde, dessen war er sicher. Er kann" fein« Macht über Silvers' »veichercs GeMt. -im' er mitzbrauchte dicfe Macht in «ut setzt icher Nc>!f' O'Brien« Phantasie war «ine düstere, blutige. ^ schreckte nicht Vor dem Plan eines Mordes zu"'"' Nächst dem Städtchen, in einem einsamen Gch°!"' lebte ein alter, steinreicher Sonderling. . , „Eine« Tage« fand man den Alten ««u>r>>'' seines Vermögens von mehr al« fünfzig»"«!"" Pfund beraubt. Der Mörder war Siloer« »»" richtiger O'Brien, der nrit dämonischer G-tvalt °«^ Freund zu dem V«rbrechen überredet hat«, " was täte «in Erfinder nichl. um seine Erfind.^ in« Leben z» »fen. D» »»«der v«rh,«ll«« »"